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Vorschlag für eine Satzungsregelung für Paarweisen Vergleich

Version 1.0 (gegenderte Version)

Anlage zur Satzung: Paarweiser Vergleich

Bei Wahlen um ein einzelnes Amt wird ein Paarweiser Vergleich nach Maßgabe folgender Regeln durchgeführt.

1. Die Wählerinnen und Wähler können die Kandidierenden entsprechend ihrer Vorlieben in eine Rangfolge bringen, indem sie diese auf dem Stimmzettel durchnummerieren.

2. Aus dieser Rangfolge lässt sich bei jeder Wählerin und jedem Wähler ablesen, welchen Kandidierenden die Wählerin bzw. der Wähler gegenüber welchen anderen bevorzugt. Wenn eine Wählerin bzw. ein Wähler nicht alle Kandidierenden auflistet, dann wird dies so gewertet, dass sie bzw. er jede der von ihr oder ihm aufgelisteten Kandidierenden als besser erachtet als jede von ihr oder ihm nicht aufgelistete kandidierende Person; nicht aufgelistete Kandidierende sind untereinander gleichwertig; sie belegen gemeinsam den letzten Platz.

3. Ein Kandidat A gewinnt den Vergleich gegen eine andere Kandidatin B, wenn es mehr Wählende gibt, die A gegenüber B bevorzugen als es Wählende gibt, die B gegenüber A bevorzugen.

4. Zwischen den Kandidierenden A und B besteht ein Unentschieden, wenn es genauso viele Wählende gibt, die A gegenüber B bevorzugen wie es Wählende gibt, die B gegenüber A bevorzugen.

5. Es kann zugelassen werden, dass die Wählenden auch zwei oder mehr Kandidierenden den gleichen Rang geben dürfen.

6. Falls es eine kandidierende Person gibt, die gegen jede andere kandidierende Person gewinnt, so hat diese die Wahl gewonnen.

7. Falls es keine solche kandidierende Person gibt, die gegen jede andere gewinnt, gilt es, jene kleinste Gruppe von Kandidierenden zu finden, für die gilt: Keine Person innerhalb der Gruppe verliert einen Vergleich gegen eine kandidierende Person außerhalb der Gruppe; Unentschieden ist jedoch zulässig. Der Gewinner bzw. die Gewinnerin der Wahl muss aus dieser Gruppe stammen. Kandidierende, die nicht dieser Gruppe angehören, können im Weiteren außer Betracht bleiben. Von den Vergleichen zwischen den Kandidierenden, die dieser Gruppe angehören, wird zunächst derjenige ignoriert, bei dem der Gewinn am schwächsten ausgeprägt ist. Wenn es daraufhin eine kandidierende Person gibt, die – abgesehen von dem ignorierten Vergleich – gegen jede andere kandidierende Person gewinnt, so hat diese Person die Wahl gewonnen. Gibt es weiterhin keine solche kandidierende Person, so wird unter den verbliebenen Vergleichen sooft erneut der Vergleich mit dem am schwächsten ausgeprägten Gewinn ignoriert, bis eine Gewinnerin bzw. ein Gewinner feststeht. Lässt sich auf diese Weise keine Gewinnerin bzw. kein Gewinner ermitteln, weil zwischen zwei oder mehr Kandidierenden ein exakter Gleichstand besteht, so entscheidet das Los zwischen diesen Kandidierenden.

Falls die Gewinnerin bzw. der Gewinner gemäß 7. ermittelt wurde, ist auf Verlangen eines Mitgliedes darüber abzustimmen, ob diese kandidierende Person tatsächlich für gewählt erklärt werden soll. Die kandidierende Person wird für gewählt erklärt, wenn sie in dieser Abstimmung mehr Ja- als Nein-Stimmen erhält. Andernfalls wird das Ergebnis zur Diskussion gestellt und eine erneute Wahl durchgeführt; Kandidierende können dabei ihre Kandidatur aufrechterhalten oder zurückziehen; es können auch zusätzliche Kandidierende antreten.

Anstelle des Vorgehens nach den Regeln 1 bis 4 ist es auch möglich, eine Reihe von Abstimmungen zwischen jeweils zwei Kandidierenden durchzuführen, wenn dabei letztendlich jede kandidierende Person jeder anderen in einer Abstimmung direkt gegenübergestellt wird. Es ist auch zulässig, einen Wahlgang vorzuschalten, in dem nur die Erstpräferenz abgefragt wird. Erhält eine kandidierende Person dabei die absolute Mehrheit der Stimmen, so ist diese gewählt; andernfalls finden die vorstehenden Regeln Anwendung.

Bei Abstimmungen über Sachfragen gelten die vorstehenden Regeln sinngemäß.

Die Auszählung der Stimmen kann mit Hilfe eines Computerprogramms erfolgen, wenn dieses eine Condorcet-Methode mit Schwartz Sequential Dropping bzw. Cloneproof Schwartz SequentialDropping umsetzt.


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