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Vielfalt statt Einfalt

Die Vorstellungen davon, wie man Lernen sinnvoll organisiert, sind nun mal völlig unterschiedlich. Sie lassen sich nicht alle in nur einem einzigen Schultyp zusammenfassen.

Von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, ist die Bildungslandschaft in Berlin ziemlich eintönig. Egal ob Grundschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium oder Gesamtschule – alle Schulen sind im wesentlichen gleich. Privatschulen im übrigen auch. Wie auch in allen anderen Bundesländern gibt es in Berlin ein staatliches Schulmonopol. Veränderungen von unten sind damit praktisch ausgeschlossen. Bestehendes bleibt einfach bestehen, auch wenn nur wenige damit zufrieden sind. Den Bedürfnissen wirklich aller jungen Menschen gerecht zu werden, wird nicht möglich sein, solange es nur eine vom Staat vordefinierte Anzahl verschiedener Schulen gibt.

An die Stelle des jetzigen Monopols muß ein pluralistisches System treten, in dem jeder Bildungsangebote einbringen kann. Über die Einhaltung bestimmter Rahmenvoraussetzungen, Fragen der Fairness und Koordination könnte ein demokratisch gewählter Bildungskontrollrat wachen.

Gerecht kann ein pluralistisches System allerdings nur sein, wenn der Staat Schulen in freier Trägerschaft genauso fördert wie seine eigenen. Bildung darf auch in einem pluralistischen System nicht zu einem Privileg Wohlhabender werden.

Die jetzigen Staatsschulen könnten an der Vielfalt leicht zugrunde gehen. Durch umfassende Demokratisierung könnte dem jedoch zuvor gekommen werden; auch ganz neue Formen staatlicher Schulen können entstehen, wie z.B. die Sudbury Schools.

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