Wahlzeit,
Leute!
Am 10. Oktober
finden in Berlin Wahlen statt. Rund
2 430 000 Berliner können dann über die
Zusammensetzung der Bezirksverordnetenversammlungen
(BVV) und des Abgeordnetenhauses entscheiden.
78 Wahlkreise gibt es bei der
Abgeordnetenhauswahl und zwei Stimmen pro Wähler.
Mit der einen Stimme wählt man eine Partei, mit der
anderen einen der Direktkandidaten des Wahlkreises.
Einer dieser Wahlkreise ist Prenzlauer Berg 03.
Und einer der dortigen Kandidaten ist Martin Wilke.
Der eine oder andere hat sicherlich
schon Kenntnis von dem 19jährigen Direktkandidaten
und seinen Vorstellungen von Schule und Demokratie
genommen. So mancher wird dabei gedacht haben:
"Seine Forderungen sind übertrieben". Aber
Martin Wilke meint es ernst, äußert jedoch
Verständnis: "Vor fünf, sechs Jahren habe ich
teilweise selber konservative Standpunkte vertreten.
Ich kannte diverse linke Parolen, aber platte
Sprüche allein konnten mich nicht überzeugen.
Überzeugenden Argumenten jedoch konnte ich mich
einfach nicht entziehen."
Im Vorwort seines Wahlprogrammes
heißt es deshalb: "Alle Menschen sind
gewissermaßen konservativ. Neuen oder
ungewöhnlichen Ideen steht jeder Mensch anfangs
zumindest skeptisch gegenüber. Sachliche
Informationen sowie die Erläuterung der eigenen
politischen Standpunkte können dazu beitragen,
Mißverständnisse aufzuklären und bestehende
Ängste abzubauen. Daher werde ich versuchen, meine
Forderungen nachvollziehbar zu begründen, sofern
dies in der hier gebotenen Kürze möglich ist."
Und da erfahrungsgemäß noch lange
nicht alle Menschen, die einen Kandidaten für
geeignet halten, ihn am Ende auch wählen, werden in
dieser Zeitung auch Überlegungen zu wahltaktischen
Fragen angestellt. Wie setze ich Erst- und
Zweitstimme am sinnvollsten ein? Was kann meine
Wahlstimme bewirken?
Viel Spaß beim Lesen.
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